Der spannende Lebenszyklus einer Verpackung in 5 Schritten

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Ein langer Weg - von der Idee bis hin zur Entsorgung!

Der Werdegang einer Verpackung beginnt mit einer Idee. Erst wenn diese ausgereift ist, wird sie entwickelt und schlussendlich realisiert. Dabei stehen die Hauptaufgaben einer Verpackung immer im Mittelpunkt: Sie soll ein Produkt haltbar machen und es schützen. Dazu gehört viel Know-how - vor allem, wenn die Verpackung auch nachhaltig sein soll.

Christophe Charlier, Verantwortlicher des Corporate Packagings bei Nestlé, begleitet die Marken bei der Entwicklung von neuen Verpackungen. Er darf dabei deren Lebenszyklus nie aus den Augen verlieren. Er erklärt uns die Entwicklung einer neuen Verpackung in 5 Schritten:

1. Die Auswahl der Ausgangsmaterialien

Die Auswahl der Materialien erfolgt anhand von zwei Kriterien: erstens sollen sie das Produkts schützen und zweitens umweltverträglich sein. Nestlé verfügt über ein Tool, mit dem die Auswirkungen jeder Verpackungsart auf die Umwelt analysiert werden können. Das erlaubt uns, Materialien mit geringstmöglichen Umweltauswirkungen auszusuchen. Ausserdem muss das Material unser Produkt gut gegen Licht und Luftfeuchtigkeit schützen. THOMY zum Beispiel hat die Aluminium-Tuben konzipiert, weil Aluminium die Qualität vom enthaltenen Produkt bis zu seinem Verfalldatum gewährleistet.

2. Der Aufbau einer Verpackung

Die Verpackung muss unser Produkt gut schützen. Sie muss hermetisch verschlossen sein, um die Qualität des Produkts zu erhalten und so konzipiert sein, dass sie nicht unbemerkt geöffnet werden kann. Und sie muss einfach zu öffnen und zu verschliessen sein.

3. Die Optimierung einer Verpackung

Besonders wichtig für eine optimale Verpackung sind eine hervorragende Qualität der Ausgangsmaterialien, ein gut durchdachter Aufbau, sowie ein optimierter Herstellungsprozess vom Produkt – und zwar bis hin zu seiner Verpackung. Ziel ist, bei sämtlichen Produktionsschritten so weit wie möglichst Abfälle zu vermeiden.

4. Der Transport von abgepackten Produkten

Beim Transport sollte 100% des zur Verfügung stehenden Laderaums genutzt werden. Da sämtliche Transporte mit Paletten erfolgen, müssen die Abmessungen der Verpackungen für Paletten optimiert sein.

5. Die Vernichtung oder das Recycling einer Verpackung

Wenn das Lebensmittel einmal aufgebraucht ist, hat die Verpackung ihre Aufgabe erfüllt. Es gibt Verpackungsmaterialien, die recycelt werden können, während andere in die Verbrennungsanlage kommen. zur Belieferung von Fernwärmenetzen oder zur Stromerzeugung eingesetzt werden.

Ein ehrgeiziges Ziel: die Verbesserung der Ökobilanz von Verpackungen

Nestlé hat sich ein konkretes Ziel gesteckt: die Ökobilanz ihrer Verpackungen zu verbessern und sie bis zum Jahr 2020 um 140'000 Tonnen zu verringern. Das gelingt, indem sie laufend systematische Analysen durchführt und Optimierungsmassnahmen ergreift. Schon allein im Jahr 2016 hat Nestlé über 22'000 Tonnen Material für Verpackungen einsparen können. Ausserdem integriert Nestlé in die Herstellung neuer Verpackungen heute schon 39.4% recycelte Ausgangsmaterialien.

Auch Sie  können mit kleinen Gesten Grosses bewirken und einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Ökobilanz leisten. Lesen Sie hier unsere Tipps, wie Sie im Alltag Abfall vermeiden, recyceln und upcyceln. Und hier erfahren Sie, wie aus den PET-Getränkeflaschen, die Sie sammeln, neue PET-Getränkeflaschen entstehen.