Wenn die Zahnfee kommt

Wackelzähne sind ein Meilenstein in der Entwicklung Ihres Kindes

Kleine Kinder werden schnell gross. Eltern merken das vor allem an Kleidern und Schuhen, die nach wenigen Monaten schon nicht mehr passen. Kindern ist ihr rasantes Wachsen nicht bewusst – bis eines Tages der erste Zahn wackelt und die Zahnfee kommt. Dann realisieren sie plötzlich, dass sie dabei sind, gross zu werden!

Der erste Wackelzahn sorgt bei Eltern und Kindern für grosse Aufregung. Dieses komische Gefühl im Mund können Kinder oft nicht so richtig einschätzen, weil sie nicht richtig verstehen, was vor sich geht. Erklären sie Ihrem Kind, dass die Milchzähne ausfallen, weil der Kopf und Kiefer am wachsen sind und dass die neuen Zähne deshalb grösser als die Milchzähne sein müssen. Und dass die neuen Zähne für den Rest des Lebens bleiben und deshalb besonders sorgfältig geputzt werden müssen.

Erklären Sie Ihrem Kind auch, dass es nicht mit den Fingern an den Zähnen wackeln soll, weil sich kleine Entzündungen bilden könnten. Natürlich darf es mit der Zunge gegen den Wackelzahn stossen: Neugierde gehört dazu und schliesslich gehört ihm ja der Zahn. Nun gilt es, Ihr Kind auf die Zahnfee vorzubereiten.

Die Zahnfee nimmt Ihrem Kind die Angst vor dem Verlust seiner Zähne

Die Zahnfee ist das Fabelwesen, das nachts kommt, wenn Ihr Kind einen Wackelzahn verloren hat. Sie nimmt den ausgefallenen Milchzahn mit und lässt dafür eine kleine Überraschung zurück. Die Milchzähne braucht sie, weil sie in einem Schloss wohnt, das ganz aus Zähnen besteht. Da es immer wieder repariert werden muss, ist sie sehr dankbar für die Milchzähne, die ihr die Kinder überlassen.

Legen Sie den Zahn am Abend unter das Kopfkissen oder, noch besser, neben das Bett Ihres Kindes. So müssen Sie in der Nacht nicht nach dem Zahn suchen und stören Ihr Kind nicht beim Schlafen. Und am nächsten Morgen findet es beim Aufwachen ein kleines Geschenk zum Auspacken. Als Geschenke eignen sich zum Beispiel kleine Legofiguren oder Autos, Plüschtiere, Haarspangen, Gold- oder Silberstifte und eine hübsche, neue Zahnbürste. Auch ein Brief der Zahnfee, in dem sie sich für den Zahn bedankt und Ihr Kind daran erinnert, dass es sich von nun an die Zähne besonders gut putzen muss, ist sicher eine gelungene Überraschung.

Und wenn Ihr Kind seinen Zahn nicht hergeben möchte?

Die Zahnfee ist sehr grosszügig: Sie bedankt sich, wenn sie den Milchzahn mitnehmen darf. Sie kann es aber auch verstehen, wenn Ihr Kind sich nicht von seinem Zahn trennen möchte. Ein Geschenk bringt sie ihm trotzdem. In diesem Fall könnte das erste kleine Geschenk eine hübsche kleine Zahndose sein, in der Sie in Zukunft die Milchzähne Ihres Kindes aufbewahren können.

Ein paar Eckdaten zum Zahnwechsel

Normalerweise fangen die Milchzähne zwischen dem vierten und sechsten Lebensjahr an auszufallen. Kinder, die früh gezahnt haben, verlieren ihre Milchzähne in der Regel auch früh. Und meist in der Reihenfolge, in der sie gekommen sind. Schmerzhaft ist der Zahnwechsel normalerweise nicht. Eher störend, wie zum Beispiel beim Essen oder Zähneputzen. Manchmal fallen die Milchzähne zunächst nicht aus, obwohl die bleibenden Zähne knapp dahinter schon durchgebrochen sind: Durch den Zungendruck auf die neuen Zähne kommt es aber normalerweise innert weniger Monate zum Ausfall der Milchzähne.

 

Ein Buch, das uns zum Thema Wackelzahn besonders gut gefallen hat, ist folgendes: „Das Wackelzahnbuch. Alles über deine Milchzähne“ (von I.Radünz und T.Rohner). Viel Spass beim Lesen mit Ihrem Kind!

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