Das Hühnerei: lieber aus Freilandhaltung!

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Den Tieren zuliebe

Als Schweizer Einwohner essen Sie gut 170 Eier pro Jahr, also durchschnittlich ein Ei alle zwei Tage. Im Supermarkt stehen Ihnen Freilandeier, Eier aus Bodenhaltung und Bioeier zur Auswahl. Achten Sie beim Einkaufen auf die Herkunft der Hühnereier? Und wo liegen die Unterschiede?

Als erstes Land der Welt hat die Schweiz ab dem 1. Januar 1992 die konventionelle Käfig- bzw. Batteriehaltung abgeschafft. Das war ein grosser Erfolg für den Schweizer Tierschutz und die Lebensqualität der Hühner hat sich dadurch zweifellos verbessert. Heute gibt es in der Schweiz grundsätzlich drei Haltungsformen für Legehennen: die reine Bodenhaltung, die Bodenhaltung mit überdachtem Aussenbereich und die Freilandhaltung.

Das Hühnerei aus Freilandhaltung: ein klares Bekenntnis zum Tierwohl

Den Hennen aus Freilandhaltung steht ein Stall zur Verfügung, in dem sie sich bei natürlichem Tageslicht auf mehreren Ebenen frei bewegen können. Dort können sie scharren, staubbaden, fliegen, fressen, trinken und in geschützten Legenestern ihre Eier legen. Der „Wintergarten“ ist ein eingestreuter, überdachter Vorplatz, der den Hennen erlaubt, auch bei schlechtem Wetter nach Draussen zu gehen. Zusätzlich steht ihnen eine offene Weide zur Verfügung, zu der sie täglich Zugang haben. Jedem Huhn stehen 4 m2 Weide zur Verfügung und rund 71% der Legehennen in der Schweiz (Stand 2011) profitieren davon.

Legehennen aus Bio-Freilandhaltung stehen grundsätzlich die selben Einrichtungen zur Verfügung wie Legehennen aus Freilandhaltung. Sie haben jedoch zum Beispiel  im Stall wie auf der Weide mehr Platz und die Herden sind kleiner. Ausserdem bekommen sie Futter aus biologischem Anbau.

Legehennen aus Bodenhaltung: Mindestanforderungen

Legehennen aus reiner Bodenhaltung steht, wie bei Freilandhühnern, ein Stall zur Verfügung, in dem sie sich bei natürlichem Tageslicht frei bewegen können. Die meisten Legehennenhalter beiteiligen sich am Programm für „Besonders tierfreundliche Stallhaltung BTS“: Den Hennen steht zusätzlich ein „Wintergarten“ zur Verfügung. Diese Bodenhaltung ist in der Schweiz so weit verbreitet, dass sie als „Standard“ gilt. Daher werden Eier aus Bodenhaltung mit „Wintergarten“ ohne speziellen Vermerk vermarktet.

Hühnereier aus Freilandhaltung gehören bei THOMY zum Nachhaltigkeitsprogramm

Deshalb verwendet THOMY seit 1. Mai 2016 für die Herstellung seiner Lebensmittel ausschliesslich Eier von Hühnern aus Freilandhaltung. Diesen Entscheid fällte Thomy innerhalb eines umfangreichen Programms von Nestlé, das seinen Schwerpunkt auf die Natürlichkeit und verantwortungsbewusste Herkunft der einzelnen Zutaten legt. Für mehr Informationen, klicken Sie hier.

 

Wussten Sie das? Ein paar interessante Fakten:

  • 1,4 Milliarden Eier werden hierzulande pro Jahr gegessen. Das ergibt einen Pro-Kopf-Verbrauch von 170 Eiern.
  • Rund 30% der Konsumenten in der Schweiz kaufen Freilandeier, rund 50% Eier aus Bodenhaltung und die restlichen 20% kaufen Bioeier.
  • Drei Viertel der Eier, die in den Regalen der Schweizer Geschäfte verkauft werden, stammen aus Schweizer Betrieben. Nur ein Viertel wird importiert.
  • Beim auf dem Ei aufgedruckten Code beschreibt die erste Zahl die Haltungsart: 0= Bio, 1= Freiland, 2= Bodenhaltung. Danach folgt der Ländercode (CH=Schweiz) und zuletzt der individuelle Produzentencode.
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