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Welche Begabung hat Ihr Kind?

Jede Mutter versucht sich ihr Kind während der Schwangerschaft vorzustellen - überlegt sich, was wohl aus ihm werden wird, wenn es einmal erwachsen ist. Wird ein glücklicher Erwachsener aus ihm? Wird es eine Familie gründen? Wird es ein renommierter Chirurg oder ein guter Schreiner, eine berühmte Balletttänzerin oder begeisterte Lehrerin?

Eine grundlegende Aufgabe der Eltern ist es, die Begabungen und Talente ihrer Kinder wahrzunehmen und zu fördern.

Wichtig dabei ist, keine Erwartungshaltung einzunehmen

oder (vielleicht in der eigenen Kindheit unerfüllte) Wünsche in unsere Kinder hinein zu projizieren. Sie haben erst gerade angefangen, die Welt mit ihren unerschöpflichen Möglichkeiten zu entdecken. Da kann es schon sein, dass sie vom Geigenunterricht genug bekommen und unbedingt einen Free-Climbing-Kurs besuchen möchten. Warum auch nicht?

Schon im zweiten Lebensjahr entwickeln Kinder ihre persönlichen Vorlieben und Talente – es liegt an uns Eltern, diese zu erkennen. Ob einem Kind etwas gut gelingt hängt sicherlich auch davon ab, wie viel Zeit es dieser Tätigkeit widmet. Ein Talent für das Ballett oder das Klavier zu haben nützt nichts, wenn man es nicht entfalten kann.

Und wenn der Musiklehrer uns zu verstehen gibt, dass unser Kind gar nicht so begabt ist, wie wir dachten? Und unser Kind trotzdem leidenschaftlich gerne Klavier spielt? Dann sollten wir es auf jeden Fall ermutigen, weiterzumachen! Übung und Willenskraft werden immer belohnt. Unser Kind gehört dann vielleicht nicht zu den besten, macht aber etwas, das ihm Spass macht und kann stolz auf sich sein, was wiederum seinem Selbstwertgefühl zugute kommt.

Wichtig ist, dass wir unsere Kinder für ihren Einsatz loben (und nicht für ihre Leistung) – und wenn sie ihre ersten Niederlagen einkassieren, dann erst recht.

«Eine gute Förderung können Eltern nur anhand ihrer Intuition feststellen: Ist mein Kind glücklich? Ist es im Gleichgewicht? Oder muss ich es antreiben? Wenn ja, wird es sich eventuell verweigern, es wird aggressiv oder bekommt psychische Probleme, die sich manchmal erst nach ein paar Jahren zeigen», sagte Erziehungswissenschaftlerin Prof. Margrit Stamm in einem Interview mit dem Onlinemagazin familienleben.ch.

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