Eine kleine Kräuterkunde

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Kräuter verleihen Ihren Speisen das gewisse Etwas

Bestimmt kennen und verwenden viele unter Ihnen verschiedene frische Kräuter in der Küche: so zum Beispiel Schnittlauch, Peterli oder Basilikum, die meistgebrauchten Küchenkräuter in der Schweiz!

Aber wussten Sie, dass Kräuter in zwei Hauptgruppen unterteilt werden? Zur einen Gruppe gehören die Küchenkräuter, von denen wir die Blätter und/oder den Stiel benutzen. Dazu gehören Schnittlauch, Peterli und Basilikum. Zur zweiten Gruppe gehören die Gewürzpflanzen, die zu Sträuchern werden, wie zum Beispiel Rosmarin, Thymian und Salbei oder sogar zu grossen Bäumen heranwachsen wie der Loorbeer-, Gewürznelken- oder Zimtbaum.

Die meisten Küchenkräuter sind sehr empfindlich und verderben beim Kochen. Die Hitze beeinträchtigt ausserdem ihr Aroma. Daher ist es ratsam, Küchenkräuter erst am Schluss zu gekochten Speisen zu geben oder sie unter kalte Saucen oder Dips zu mischen.

Ein paar Beispiele:

  • Wenn Sie Schnittlauch unter eine Crème Fraîche mischen, bekommt diese eine leichte Knoblauchnote. Diese Sauce ist ideal zu Folienkartoffeln.
  •  Frische Pfefferminzblätter verleihen Naturjoghurt eine frische Note. Dieser Dip schmeckt hervorragend zu gut gewürztem Fleisch.
  • Kerbel besitzt eine leichte Anisnote und verleiht Ihren Speisen einen asiatischen Touch. Geben Sie ihn erst am Ende der Kochzeit dazu.

Gewürzpflanzen sind robuster und kräftiger im Geschmack als Küchenkräuter. Sie entfalten ihr volles Aroma erst beim Kochen. Sie sind ausserdem zum Trocknen geeignet. In einer gut verschliessbaren Dose sind sie über Monate haltbar. Gut geschützt in Ihrem Garten oder auf ihrem Balkon können Sie das ganze Jahr in ihren Genuss kommen. Gewürzpflanzen sind für Fleischspeisen ganz besonders geeignet.

  • Mit Lorbeerblättern und Gewürznelken verfeinern Sie würzige Eintopfgerichte.
  • Zu Pouletfleisch passen hingegen Thymian und Rosmarin ganz hervorragend.

 

„Küchenkräuter sind wertvolle Zutaten, um Ihre Gerichte zu verfeinern und um Ihre Gesundheit zu bewahren. Die meisten von uns essen generell zu viel Salz. Mit Kräutern können wir unseren Salzverbrauch reduzieren ohne auf herzhafte Aromen zu verzichten. Haben Sie schon mal Ihre Tomatensauce mit Oregano oder Ihre braune Sauce mit Estragon verfeinert? Eine echte Gaumenfreude...“

 

Elodie Fatio

Ernährungsberaterin bei Nestlé Suisse S.A.