Kaffee ganz gross: die Vorlieben der Kafi-Geniesser in der Schweiz

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Hätten Sie’s gewusst?

Kaffee ist nicht einfach nur ein Heissgetränk, er ist Kultur. Wie aber mögen die Schweizer ihn am liebsten und wie bereiten sie ihn zu? Und wussten Sie, dass ein beachtlicher Teil des weltweiten Rohkaffee-Handels über die Schweiz läuft?

Kaffeeröstereien in der Schweiz – ein paar Eckdaten

Die Schweiz ist bekanntlich kein Kaffee Produktionsland. Trotzdem laufen 2/3 des weltweiten Rohkaffee-Handels über die Schweiz. Die Schweiz zählt rund 70 Kaffeeröstereien, in denen die grünen Kaffeebohnen geröstet werden – aber was passiert danach? Der Kaffeemarkt handelt mit löslichem, wie auch mit Bohnenkaffee. Der lösliche Kaffee entsteht durch Gefriertrocknung (Lyophilisierung) oder Sprühtrocknung. Bohnenkaffee wird teils als solcher gehandelt, teils portioniert und gemahlen bzw. in Pads oder Kapseln abgepackt.

Wie viel Kaffee wird in der Schweiz getrunken?

Die Schweizer sind sehr grosse Kaffeeliebhaber und trinken durchschnittlich 3 Tassen Kaffee pro Tag und Person (Daten der ICO, Internationale Kaffee-organisation). In Europa belegt die Schweiz unter den grossen Kaffeegeniessern den zweiten Platz nach Finnland. Kaffee ist ausserdem nach dem Wasser das zweite Lieblingsgetränk der Schweizer.

Praktischer und schneller als die Siebstempelkanne oder klassische Filtermaschine ist dann die Kapselmaschine.

Auf diese greifen 80 Prozent aller hiesigen Kaffeetrinker zuhause zurück. Geht es in der Früh aber mal weniger hektisch zu, so darf nicht nur das Frühstück, sondern auch die Zubereitung des geliebten Kafis etwas länger dauern. Dafür nehmen sich Kaffeeliebhaber besonders am Wochenende Zeit. Dann dürfen es gerne auch mal zwei oder mehr Tassen sein, die nicht aus der Kapselmaschine kommen und in aller Ruhe genossen werden.

Was die geschmacklichen Vorlieben betrifft, ähneln die Schweizer am ehesten den Österreichern

Diese bestellen in der Kaffeebar gerne einen Café Crème. Ob das Getränk hierzulande aber mit Rahm, mit Milch und Zucker oder schwarz getrunken wird, hängt vor allem von der Tageszeit und dem jeweiligen Anlass ab.

Am intensivsten schmeckt der Kaffee der Schweizer am Morgen und kurz nach dem Mittagessen

Um wach zu werden beziehungsweise neue Energie zu tanken, werden daheim oder im Büro hauptsächlich kräftige Espressi und Caffè lungo konsumiert, vorzugsweise mit Milch oder Rahm oder auch Milch und Zucker.

Weniger intensiv, dafür genussvoller wird es dann am Nachmittag und am Abend

Dann nimmt man sich bewusst Zeit für eine Kaffeepause: Gerne wird jetzt auch mal bei einem Latte Macchiato entspannt, der bei so manchem das Stück Schoggi oder Kuchen ersetzt. Während der Kaffee am Nachmittag häufig gesüsst wird, findet man am Abend kaum noch Zucker in den Tassen. Dafür nach wie vor die gewohnte Portion Milch oder Rahm – und einen guten Löffel voll Ruhe und Behaglichkeit. Am Feierabend nämlich wird das Kaffeetrinken wie auch am Wochenende als wahrer Genussmoment erlebt. 

 

Erfaren Sie hier, warum Rituale und Ruhemomente am Morgen so wichtig sind.

 

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