Freispruch für Ostereier

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Was wäre ein Osterbrunch ohne selbst bemalte Ostereier?

Das Osterfest steht vor der Tür. Zu einem richtigen Osterbrunch gehört natürlich auch ein traditionelles „Eierdütschis“ mit selbst verzierten Ostereiern mit dazu. Doch so manchen Osterfan plagt nach dem eierreichen Osterfrühstück das schlechte Gewissen! Denn das in den Eiern enthaltene Cholesterin soll schlecht für unsere Blutwerte sein und den Cholesterinspiegel rasant in die Höhe schnellen lassen. Nie mehr als 2 bis 3 Eier pro Woche, lautete die Devise wie sie uns unsere Grosseltern noch vorgebetet haben. Doch können Eier tatsächlich für schlechte Blutwerte verantwortlich gemacht werden? Wir decken auf.

Dieser Volksglaube vom „bösen“ Hühnerei hält sich wacker und wurde von Generation zu Generation weitergegeben, ist jedoch genau so wenig haltbar, wie der Mythos, dass Ananas Fett verbrennt.

Eier enthalten Cholesterin, da sind wir uns alle einig. Fakt ist auch, dass ein hoher Cholesterinspiegel  das Risiko für Herzkreislaufkrankheiten erhöht. Studien zeigen jedoch, dass die Höhe des Blutcholesterinspiegels nur minimal mit der Menge an gegessenem Cholesterin zusammenhängt und dass der Cholesterinspiegel mit der Ernährung nur um ca. 10 % beeinflusst werden kann. Viel wichtiger ist hier die genetische Veranlagung.

Eine ausgewogene Ernährung und regelmässige körperliche Betätigung sind demnach viel wichtiger als eine cholesterinarme Diät. Eine ausgewogene Ernährung schützt mit ihrem hohen Gehalt an Antioxidantien (Schutzstoffe), Nahrungsfasern und Omega-3-Fettsäuren vor potentiellen Folgen eines erhöhten Cholesterinspiegels. Körperliche Aktivität verstärkt diesen Effekt zusätzlich.

Hühnereier können also freigesprochen werden und dem Osterbrunch steht nichts mehr im Weg. 

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