Die Wahrheit über Vitamine: 5 Fragen und Antworten

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Vitamin C gegen Erkältung?

Man sieht sie nicht, man schmeckt sie nicht – und doch sind sie unerlässlich für unsere Gesundheit: Vitamine. Bereits in kleinsten Mengen entfalten sie beachtliche Wirkungen: Sie stärken unser Immunsystem und sind gut für die Nerven.  Wir brauchen Vitamine - ohne sie könnten wir nicht leben, das ist sicher. Lesen Sie weiter und erfahren Sie die Antworten auf 4 wichtige Fragen zum Thema Vitamine.

1. Was sind Vitamine?

Der Begriff Vitamin setzt sich aus den lateinischen Wörtern «vita» = Leben und «amin» = stickstoffhaltig zusammen. Bisher sind insgesamt 13 Vitamine bekannt. Sie werden in fett- und wasserlösliche Vitamine eingeteilt.

Zu den wasserlöslichen Vitaminen zählen die B-Vitamine und Vitamin C. Unser Körper kann davon kaum Reserven anlegen. Deshalb ist es wichtig, dass wir sie möglichst täglich mit der Nahrung aufnehmen. Da wir einen Überschuss in der Regel über die Nieren ausscheiden, ist eine Überdosierung kaum möglich.

Die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K dagegen speichert unser Körper teilweise. Deshalb kann ein Zuviel an diesen Vitaminen unserer Gesundheit schaden. Die fettlöslichen Vitamine kann unser Körper aber nur nutzen, wenn wir sie zusammen mit Fett aufnehmen. Bereiten Sie deshalb z.B. Rüebli mit etwas Rapsöl zu, damit das darin enthaltene Betacarotin (Vorstufe von Vitamin A) besser aufgenommen werden kann.

2. Steigt der Vitaminbedarf im Alter?

Generell haben Personen ab 65 Jahren keinen erhöhten Vitaminbedarf. Da aber ihr Energiebedarf bei gleichbleibendem Nährstoffbedarf sinkt, müssen sie auf Lebensmittel mit einem hohen Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen achten. Insbesondere sollte ein möglicher Mangel an den Vitaminen D, B6, B12 und Folsäure berücksichtigt werden. Mit dem Alter verliert die Haut die Fähigkeit, durch Sonneneinstrahlung Vitamin D zu bilden. Halten sich die Senioren dann auch noch wenig im Freien auf, kann es leicht zu einer unzureichenden Vitamin D-Versorgung kommen. Dies erhöht das Risiko von Stürzen und Knochenbrüchen.

Auch die Vitaminaufnahme im Darm reduziert sich im Alter, dies betrifft v.a. das für die Blutbildung wichtige Vitamin B12. Weitere mögliche Gründe einer verringerten Vitaminaufnahme sind Kau- und Schluckprobleme sowie verminderter Appetit. In diesen Fällen kann eine zusätzliche Aufnahme von Vitaminpräparaten sinnvoll sein.

3. Schützt Vitamin C vor Erkältung?

Ein Vitamin C-Mangel beeinträchtigt die Infektabwehr. Wer daher viel Obst und Vitamin-C-reiches Gemüse isst, kann davon ausgehen, dass sein Immunsystem zumindest von dieser Seite her nicht geschwächt ist. Einen sicheren Schutz vor Erkältungen bietet Vitamin C aber nicht. Die Erkältung kann trotzdem kommen, sie ist allenfalls schneller überwunden.

4. Haben Vitamine eine „Antistress“-Wirkung?

In Stressmomenten schüttet der Körper Adrenalin aus. Zur Bildung dieses Hormons wird Vitamin C benötigt. Der Vitamin C-Bedarf ist also in stressigen Zeiten erhöht. Stress schwächt das Immunsystem, und wir werden anfällig für Krankheitserreger. Um das Immunsystem zu stärken, sind unter anderem die Vitamine A, C und Folsäure wichtig, sowie Zink und Beta-Carotin, eine Vorstufe des Vitamins A.

Weitere wichtige Antistress-Nährstoffe sind:

  • B-Vitamine tragen zur normalen Funktion des Energiestoffwechsels und des Nervensystems bei.
  • Vitamin E schützt zusammen mit Beta-Carotin und Vitamin C die Zellen vor Schäden durch freie Radikale.

 

Quelle: Nutrifacts „Vitamine

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