Darf man Pilze nochmal aufwärmen?

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Pilzliebhaber dürfen sich auch noch am Tag danach die Bäuche reiben.

Es ist wieder so weit, der Herbst steht in seiner vollen Pracht lachend vor der Tür. So manchen begeisterten Pilzsammmler juckt es nun schon ganz heftig in den Fingerspitzen, denn mit dem Herbst bricht auch die Pilzsaison an.

Mit geschultertem Krapfen, Wanderschuhen und hungrigen Bäuchen geht’s in den Wald zum Pilze sammeln. Schon bald sind die ersten Leckerbissen gefunden und geschwind im Körbchen verstaut. Nach fachmännischer Prüfung bei der Pilzkontrollstelle werden diese dann zuhause zu köstlichen Speisen verarbeitet. Doch was passiert, wenn es zu viel des Guten gibt und Resten übrig bleiben? Werden die Trophäen aus dem Wald beim Wiederaufwärmen tatsächlich giftig wie Fliegenpilze oder wird uns da eine gewaltige Mär aufgetischt?

Pilzliebhaber dürfen sich auch noch am Tag danach die Bäuche reiben. Der Mythos aus Grossmutters Zeiten, als die Kühlmöglichkeiten begrenzt waren und sich Bakterien demnach schnell vermehren konnten, hält sich hartnäckig, ist jedoch heute nicht mehr ganz richtig. Pilz- wie auch Spinatgerichte können problemlos wieder aufgewärmt werden. Wichtig ist jedoch, dass die Resten möglichst schnell abgekühlt und im Anschluss im Kühlschrank (im Kühlschrank bei 5°C höchstens zwei Tage lang), zugedeckt aufbewahrt werden.

Werden diese Regeln eingehalten und die Pilze gekocht konsumiert, kann verhindert werden, dass sich auf den schnell verderblichen Pilzen Mikroorganismen vermehren und diese ungeniessbar machen. Beim Wiederaufwärmen ist es wiederum wichtig, dass die Speisen über 65 Grad erwärmt werden, damit allfällige Keime abgetötet werden. Dem Pilzgenuss am Tag danach steht also nichts mehr im Weg!