5 überraschende Fakten über Getreide

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Von glutenfrei bis Urdinkel – hätten Sie’s gewusst?

Die gängigsten Getreidesorten kennen Sie wahrscheinlich: Weizen, Mais, Reis, Gerste, Hafer, Hirse und Roggen. Getreide wird zu Mehl, Brot, Nudeln oder Frühstücksflocken verarbeitet, dient aber oft auch als Tierfutter. Getreide kann ausserdem zu Öl gepresst werden, zum Beispiel zu Weizenkeim- oder Maiskeimöl. Oder zu Destillaten gebrannt, zum Beispiel zu Kornbrand oder Whisky. Es gibt aber noch mehr Nützliches über Getreide zu wissen!

1. Wo kommt eigentlich das Getreide auf unseren Tellern her? 

Die am häufigsten angebauten Getreidearten sind heute Mais, Weizen und Reis. Zusammen machen sie 85% des kultivierbaren Landes der Welt aus. Haben Sie sich jemals gefragt, wo eigentlich unsere Getreidesorten, die mittlerweile die gesamte Welt erobert haben, herkommen?

Mais wurde in Mexiko schon 4'700 vor Christus angebaut. Weizen wird im Nahen Osten seit fast 10.000 Jahren angebaut. Und Reis findet 8200 vor Christus in China seine ersten Ursprünge.

2. Was wissen Sie über das Getreide in der Schweiz?

  • 2015 wurden in der Schweiz fast 100 kg Getreide in jeglicher Form pro Einwohner konsumiert.
  • 16,7% der Ausgaben für Nahrungsmittel in Schweizer Haushalten wurden 2015 in Brot und Getreideprodukte investiert.
  • 2017 stellte Getreide 13,7% der nutzbaren landwirtschaftlichen Fläche dar.
  • In der Schweiz ist die Getreideproduktion rückläufig: In zehn Jahren sank sie von 1,013 Milliarden Tonnen auf 0,743 Milliarden Tonnen (2006 –2016).

Quelle: Bundesamt für Statistik

3. Wissen Sie, was “Urgetreide” ist?

Einkorn und Emmer sind die bekanntesten Urgetreidesorten und die Vorfahren unseres modernen Brotweizens. Auch Hafer, Gerste, Reis, Urroggen und Urdinkel sind Urgetreide. Die Entwicklung von Getreidesorten, die ertragreicher sind, hat das Urgetreide in den Hintergrund gedrängt. Nachdem es lange Zeit fast verschwunden war, kann man Urgetreide heute wieder kaufen - und wir finden es auch immer häufiger in Frühstücks-Cerealien

Die Vorzüge von Urgetreide:

  • Es ist widerstandsfähig: Einkorn und Emmer gehören mit Reis, Hafer, Gerste,Hirse, Dinkel und Buchweizen zu den Spelzgetreiden. Beim Dreschvorgang lösen sich die reifen Körner nicht aus den festen Spelzen(Hüllen), welche das Korn vor Schädlingen und Krankheiten schützt.
  • Es ist nachhaltig, weil weniger Dünger benötigt wird: Anspruchslos und witterungsbeständig, gedeiht es auf kargen und nährstoffarmen Böden.
  • Es ist nährstoffreich, da z.B. Einkorn, Emmer und Urroggen mehr Mineralien, Proteine und Spurenelemente als moderne Getreidesorten enthalten.

4. Wissen Sie, welche Getreidearten natürlich glutenfrei sind?

Kein Gluten enthalten zum Beispiel Hirse, Mais und ReisHafer ist auch glutenfrei, aber da beim Ernten für Hafer, Weizen, Roggen und Gerste oft derselbe Mähdrescher verwendet wird, wird der Hafer verunreinigt und enthält zu viel Gluten für einen Menschen mit Zöliakie.Hafer, der auf der Verpackung als glutenfrei ausgewiesen ist, stellt hingegen kein Problem dar. Weitere glutenfreie Alternativen sind die sogenannten „Pseudogetreide“ Amaranth, Buchweizen und Quinoa. Sie können auch von Menschen, die an einer Glutenunverträglichkeit oder Zöliakie leiden, problemlos genossen werden.

Gluten ist übrigens ein Klebereiweiss, das in stark verbreiteten Getreidesorten wie Roggen, Weizen, Gerste oder Dinkel enthalten ist. Erfahren Sie hier noch mehr über Gluten.

Möchten Sie erfahren, wie man eine Zöliakie erkennt und behandelt? Lesen Sie hier weiter. 

Und hier finden Sie originelle glutenfreie Rezepte für Ihre Familie oder Gäste.

5. Was unterscheidet Vollkorn- vom Weissmehl?

Vollkornmehl stammt von Getreide, bei dem nur Spelzen (äussere Hüllen) und Grannen (Spitzen der Spelzen) entfernt wurden. Vom Korn bleiben folgende Elemente erhalten:

  • Kleie (ballaststoffreiche Schale vom Getreidekorn)
  • Mehlkörper (eiweiss- und kohlenhydratreicher Teil des Korns, auch Mehlkern genannt)
  • Keim (nährstoffreicher Keimling eines Getreidekorns)

Vollkornprodukte sind ein wichtiger Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung, denn in der Schale und dem Keimling bleiben gesundheitsfördernde Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe erhalten. Heutzutage ist eine grosse Auswahl an Vollkornbackwaren, -teigwaren und –cerealien in allen Lebensmittelgeschäften erhältlich.

Weissmehl ist ein sehr helles Mehl, das hauptsächlich aus Weizen gewonnen wird. Vor dem Mahlen werden die Randschichten des Getreidekorns und der Keim entfernt. Es hat gegenüber des Vollkornmehls zwei Vorteile: Wegen seiner hervorragenden Backeigenschaften wird es gerne für feine Back- und Pâtisseriewaren verwendet und da die ölhaltigen Keimlinge entfernt werden, ist weisses Mehl länger haltbar als Vollkornmehl. Andererseits ist es wegen seiner Verarbeitung im Vergleich zu Vollkornmehl sehr nährstoffarm.

Hier finden Sie noch mehr nützliche Infos zu Vollkorngetreide und seinen Vorzügen.