Versteckter und zugesetzter Zucker in Lebensmitteln

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Wo versteckt sich Zucker?

Zucker ist nicht gleich Zucker! Obst, Gemüse und Milchprodukten enthalten natürlich vorkommenden Zucker. Dieser ist in normalen Mengen nicht schädlich für die Gesundheit. Süssigkeiten hingegen enthalten in der Regel zugesetzten Zucker, dem Sie letztendlich ihre verführische Süsse verdanken. Es gibt aber auch Lebensmittel mit zugesetztem Zucker, in denen wir gar keinen Zucker vermuten. Diese enthalten den sogenannten “versteckten Zucker.” Doch wie können wir ihn erkennen?

Können Sie sich vorstellen, täglich 29 Zuckerwürfel zu essen?

Nein? Tun Sie aber, zumindest statistisch gesehen. Dabei handelt es sich nicht etwa um Zucker, den wir natürlicherweise in Milch (Laktose) oder in Früchten (Fructose, Saccharose und Glukose) finden. Die Rede ist hier nämlich von „zugesetztem Zucker“, das heisst, Zucker der Lebensmitteln zugefügt wird.

Welche Zuckerarten können Lebensmitteln zugesetzt werden?

Die verschiedenen Zuckerarten werden in der Zutatenliste zwar angegeben, aber meist unter anderen Namen. Daher sind sie für viele Konsumenten nicht als Zucker erkennbar. Hier eine kleine Auswahl der am meisten verwendeten Zuckerarten:

  • Saccharose, unser weisser oder brauner Haushaltszuckerzucker aus Zuckerrüben oder Zuckerrohr ist z.B. in süssem Gebäck, Schokolade oder gesüssten Getränken zu finden.
  • Glukose (= Dextrose) wird auch Traubenzucker genannt und kommt in vielen Obst- und Gemüsesorten vor, wie auch in Mais.
  • Fructose wird auch Fruchtzucker genannt und kommt in vielen Obst- und Gemüsesorten vor, wie auch in Mais. Fructose ist 2 ½ Mal süsser als Glucose.
  • Laktose ist  Milchzucker, der natürlicherweise in der Milch von Säugetieren vorkommt und somit auch in den meisten daraus hergestellten Milchprodukten.
  • Glukosesirup wird auch Stärkesirup genannt und wird aus Kartoffel-, Weizen- oder Maisstärke gewonnen. Er wird als Süssmittel z.B. für Gebäck, Erfrischungsgetränke oder Likör eingesetzt. 

Hier versteckt sich Zucker ganz unerwartet

Zucker kann ganz verschiedene Funktionen übernehmen. Er kann das Lebensmittel süsser machen, als Füllstoff oder Geschmacksverstärker dienen oder das Produkt länger haltbar machen. So kommt es, dass nicht nur Süsswaren Zucker enthalten, sondern auch Dressings, pikante Grillsaucen, Fertiggerichte (wie z.B. Ravioli aus der Dose oder Tiefkühlpizzen), Kaffeeweisser, Ketchup oder Wurst- und Fleischwaren (vor allem Rohwürste wie z.B. Salami) oder Weissbrot.

Wie entdeckt man versteckten Zucker?

Wenn wir den Zuckergehalt in Lebensmitteln kennen möchten, liefern uns die Nährwertangaben und die Zutatenliste auf der Verpackung Anhaltspunkte. In der Nährwerttabelle wird der Gesamtzuckeranteil angegeben werden, d.h. die Summe von natürlich enthaltenem und zugesetztem Zucker. Ist ein Nahrungsmittel gezuckert, sind   die zugesetzten Zuckerarten  inder Zutatenliste aufgeführt.  Die Platzierung in der Zutatenliste ist dabei eine gute Orientierungshilfe:Stehen sie dort weit vorn, deutet das auf einen hohen Zuckergehalt hin.

Wie viel Zucker ist gut?

Gemäss der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung sollen maximal 10% der täglichen Energie in Form von zugesetztem Zucker aufgenommen werden. Dies entspricht bei einer durchschnittlichen Aufnahme von 2000 kcal etwa 12 Zuckerwürfeln pro Tag. Wir Schweizer essen also durchschnittlich mehr als doppelt so viel Zucker als empohlen.

Nestlé hat sich das Ziel gesteckt, den Zuckergehalt in seinen Produkten Schritt für Schritt zu reduzieren. Die Herausfordrung besteht darin, Produkte zu entwickeln, die trotz des reduzierten Zuckergehalts gut schmecken. Hier erfahren Sie mehr:

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