Gesunde Ernährung im Schlaraffenland - Überlebensstrategien für Eltern

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Ist das Überangebot an Lebensmitteln pädagogisch vertretbar?

Was esse ich heute? Kein schwieriges Unterfangen, da wir über eine riesige Auswahl an Lebensmitteln verfügen. Ganz im Gegensatz zu unseren Vorfahren, die oft nicht wussten, was sie auf den Mittagstisch stellen sollten. Daher sind wir mit einem ganz neuen Problem konfrontiert: Wie gehe ich mit dem Überangebot an Lebensmitteln um? Unsere Körperfunktionen sind in der Lage, einem Nahrungsmangel standzuhalten, nicht aber einer übermässigen Ernährung.

Die Konsequenzen sind klar ersichtlich:

Immer mehr Erwachsene, und leider auch Kinder, leiden an Übergewicht, Diabetes oder Herz-Kreislaufstörungen,

typische Erkrankungen der Überernährung. Daher ist es unsere Aufgabe, den Kindern zu zeigen, wie sie dem Schlaraffenland, mit seinen überfüllten Supermärkten, widerstehen können, um dabei gesund zu bleiben. Wir haben für Sie einige Ratschläge zusammengestellt:

- Vorschriften? Nein, lieber Regeln. „Das esse ich nicht, das ist ja grusig.“ – „Doch, du isst das jetzt, es ist nämlich gesund!“ Wenn Sie auf diese Weise Ihr Kind zum Essen zwingen wollen, werden Sie nicht weit kommen. Besser als Zwang und Verbote funktionieren Regeln, an die sich alle halten. Wir raten Ihnen, diese mit Ihrem Kind zusammen aufzuschreiben und in der Küche aufzuhängen.

- Verbote? Nein, lieber gute Argumente. Wenn Sie Ihrem Kind „Zu viel Schoggi ist schlecht und man wird davon dick“ sagen, funktioniert das nicht. Ihr Kind wird sich auch nach mehreren Schoggistängeli oder Mohrenköpfen weder krank noch dick fühlen. Ausserdem sind verbotene Speisen bekanntlich die, die am besten schmecken. Folgen Sie lieber der Kinderlogik. Daher könnten Sie sagen: „Gestern hast du nur eine Praline gegessen statt zwei. Also darfst du heute drei essen“.

- Vorleben? Ja, genau! Gehen Sie mit gutem Beispiel voran. Kinder lernen, indem sie uns nachahmen. Sie werden Ihnen nicht folgen, wenn Sie sich selbst nicht an die Regeln halten. Das Gemüse, das auf den Tisch kommt, wird von Eltern und Kindern gegessen.

- Süssigkeiten? Aber nicht als Dessert! Wenn Ihr Kind gerne Süssigkeiten nascht, gewöhnen Sie es daran, dass es Schoggi, Glace und süsse Snacks zum Znüni oder Zvieri bekommt, nicht aber zum Dessert. Vielen Kindern genügt auch die Süsse von frischen Früchten. Wie gesunde Znüni und Zvieri aussehen können, lesen Sie hier.

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