Trinken: Freund oder Feind?

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Wann brauchen wir mehr Flüssigkeit als üblich?

Um körperlich und geistig fit zu bleiben, müssen wir unseren Körper regelmässig mit Flüssigkeit versorgen. Im hektischen Alltag wird das aber allzu oft vergessen. Viele bemerken das erst, wenn Symptome auftreten. Wer zu wenig trinkt, riskiert, dass sein Blutdruck sinkt. Das Gehirn bekommt das als erstes mit. Neben Müdigkeit können auch Schwindel oder Kopfschmerzen die Folge sein.

Jeder Mensch braucht unterschiedliche Mengen an Flüssigkeit. Niemand kann genau sagen, wie viel. Andererseits schadet es nicht, mehr zu trinken als nötig. Um auf der sicheren Seite zu sein, empfehlen offizielle Organisationen, täglich eineinhalb bis zwei Liter Wasser zu trinken. Wasser ist bei den Getränken die erste Wahl, weil es keine Kalorien enthält. Ihnen fehlt der Geschmack? Eine Scheibe Zitrone oder Limette verleiht das gewisse Extra. Teeliebhaber geniessen ungesüssten Früchte- oder Kräutertee, je nach Jahreszeit heiss oder eisgekühlt.

Unter gewissen Umständen verlieren wir mehr Flüssigkeit als üblich, weshalb wir dann mehr als sonst trinken müssen. Beispielsweise wenn wir schwitzen, wenn die Luft warm oder trocken ist, bei Fieber, Durchfall und Erbrechen. Auch Schwangere und Stillende brauchen mehr Flüssigkeit. Für mehr Infos rund ums Trinken siehe NutriFacts „Wasser und Trinken“.

Flüssiges kann aber auch schlapp machen. Dann nämlich, wenn es Kalorien enthält oder Stoffe, die unser Befinden beeinflussen. Zwischendurch genossen sorgen mit Zucker gesüsste Getränke zwar kurzfristig für einen Energieflash, diesem folgt aber ein jäher Abfall des Blutzuckerspiegels. Dadurch empfinden viele Leute ein Leistungstief. Fällt der Zuckergehalt in unserem Blut rasch, kann das auch Hunger und Appetit machen. Trinken Sie also am besten keine Getränke mit Zucker, weder zwischendurch, noch als Ersatz für eine Mahlzeit. Limonaden, aber auch Fruchtsäfte und Eistee enthalten reichlich Zucker. Einige aromatisierte Mineralwasser sind mit Zucker versetzt. Künstlich gesüsste Getränke haben zwar keinen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel. Sie trimmen uns aber darauf, trinken mit dem Empfinden von Süsse zu verbinden, was nicht ideal ist.

Manche Light-Getränke enthalten auch noch Koffein. Dieses kann zwar belebend und anregend wirken. Wer zu viel und zu oft Koffein konsumiert, kann aber nervös werden und in eine Abhängigkeit geraten. Die Menge an koffeinhaltigen Getränken, die diese Symptome verursacht, ist individuell unterschiedlich. Deshalb achten Sie am besten auf die Zeichen eines übermässigen Konsums. Auch bei alkoholischen Getränken muss es Grenzen geben. Gegen ein Glas Wein oder Bier zum Abendessen spricht nichts. Problematisch wird es, wenn Kaffee und Alkohol nicht mehr nur Genuss- sondern Suchtmittel sind.

 

Auszug aus der Nutritio Broschüre „Ernährung gegen Müdigkeit

 

 

Themendossier