Top 10 Gründe, warum die Kilos nicht purzeln

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Kennen Sie das auch? Sie tun scheinbar alles: Treiben regelmässig Sport, ernähren sich ausgewogen und naschen nicht zwischendurch, doch die Waage scheint davon nur wenig beeindruckt zu sein und zeigt hartnäckig immer dieselbe Ziffer an. Wenn auch bei Ihnen punkto Abnehmen der Wurm drin ist, Sie vielleicht sogar zugenommen haben und sich nicht erklären können, woran das liegt, können Ihnen folgende Tipps weiterhelfen. Lesen Sie zehn mögliche Gründe, warum hartnäckige Fettpolster nicht verschwinden - und mögliche Auswege, wie Sie die Pfunde doch noch zum Purzeln bringen können.

1 Zu viel Stress, zu wenig Schlaf
Eine amerikanische Studie mit 500 Personen hat gezeigt, dass Stress und Schlafverhalten einen Einfluss auf die Gewichtsabnahme haben. Bei Stress scheint klar: Je mehr wir davon haben, desto schwieriger gestaltet sich das Abnehmen. Beim Schlafen sieht es etwas anders aus: Weder zu wenig noch zu viel ist günstig. Am besten schnitten jene Probanden der Untersuchung ab, die jede Nacht zwischen sechs und acht Stunden schliefen.
Tipp: Reduzieren Sie stressige Tagesprogramme, gehen Sie früher zu Bett und bewegen Sie sich regelmässig. Dies führt zu einem tiefen, gesunden Schlaf.

2 Sport wird oft überschätzt
Beim Sport verbrennen wir Kalorien – so viel steht fest. Oft wird der Effekt allerdings überschätzt und mit dem Argument „ich hab ja Sport gemacht“ essen viele von uns im Anschluss mehr, als eigentlich nötig wäre und verhindern so eine erfolgreiche Gewichtsreduktion.
Tipp: Achten Sie auch nach dem Sport auf eine ausgewogene Ernährung und essen Sie langsam und bewusst, um rechtzeitig zu spüren, wenn Sie genug gegessen haben.

3 Zu viele Süssgetränke
Sie achten genau darauf, was Sie essen, naschen nicht zwischendurch und bereiten Ihre Speisen fettarm zu? Haben Sie jedoch schon mal daran gedacht, dass ein Colagetränk oder der fruchtige Orangensaft echte Kalorienbomben sind? Bereits 5dl liefern 200 resp. 250 kcal, was ungefähr einer halben Mahlzeit entspricht.
Tipp: Versuchen Sie Ihren Süssgetränkekonsum einzuschränken. Trinken Sie stattdessen Wasser oder ungesüssten Tee.

4 Der Alkohol
Ein Gläschen Sekt zum Apéro, Rotwein zum Hauptgang und danach einen süssen Limoncello zum Espresso. Oft wird dabei vergessen, dass Alkohol mit 7kcal pro Gramm fast so viele Kalorien liefert wie Fett (9kcal pro Gramm). Damit nicht genug! Alkohol hemmt zudem die Fettverbrennung!
Tipp: Reduzieren Sie Ihren Alkoholkonsum auf ein (Frauen) bis zwei (Männer) Standardglas am Tag.

5 Zu grosse Portionen
Sie essen nur drei Portionen am Tag und nehmen trotzdem nicht ab? Vielleicht sind diese Mahlzeiten zu gross oder unausgewogen zusammengestellt.
Tipp: Achten Sie darauf, dass Ihre Mahlzeiten grösstenteils aus Gemüse bestehen und seien Sie dafür eher zurückhaltend bei der Stärke- und Eiweissbeilage. Unter folgendem Link finden Sie unser Tellermodel, das aufzeigt, wie Ihre Mahlzeit im Idealfall jeweils aussehen sollte. Auf der Rückseite finden Sie ausserdem Angaben zu den empfohlenen Portionsgrössen.

6 Essen als Ablenkung
Wenn Sie wieder einmal unbändige Lust auf Süsses haben oder generell den Drang zum Essen verspüren, obwohl die letzte Mahlzeit noch gar nicht lange zurück liegt, dann ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass Sie nicht der Hunger verleitet, sondern womöglich etwas anderes. Bei den einen ist es Langeweile, bei anderen Trauer, Stress oder Nervosität. Zuweilen wird essen auch als „Belohnung“ eingesetzt.
Tipp: Wenn Sie wieder einmal drauf und dran sind, sich in ein unhaltbares „Krümelmonster“ zu verwandeln, dann nehmen Sie sich zwei Minuten Zeit (am besten stellen Sie eine Stoppuhr!), um dem Grund Ihres vermeintlichen Heisshungers auf die Schliche zu kommen. Meistens vergeht die Naschlust in dieser Zeit und wenn nicht, suchen Sie nach „kalorienfreien“ Alternativen – z.B. ein heisses Bad, eine gute Freundin anrufen, eine Tasse Lieblingstee trinken… 

7 Ständiges Hin und Her
Noch verwirrender für den Körper ist, wenn zwischen den beiden Extremen „geswitcht“ wird – sprich, eine Woche schränken Sie Ihre Kalorienzufuhr stark ein und in der nächsten wird geschlemmt, was das Zeug hält. Während der Metabolismus in einer Hungerperiode auf Sparflamme läuft, nutzt er danach jede ihm gebotene Kalorie, um Reserven anzulegen, was selbst dann zu einer Gewichtszunahme führen kann, wenn eigentlich nicht zu viel gegessen wird.
Tipp: Achten Sie auf eine adäquate Kalorienzufuhr. Orientieren Sie sich diesbezüglich am Tellermodel 

8 Gute und böse Nahrungsmittel
Ertappen Sie sich des Öfteren, wie Sie sich Ihr Lieblingsgericht verkneifen oder Essen in gut und schlecht einteilen? Eine solche Denkweise kann zu Heisshunger führen. Der Schlüssel, um Gewicht zu verlieren, ist eine ausgewogene Ernährung. Dabei ist durchaus auch Platz für die geliebte Schokolade, jedoch mit Mass.
Tipp: Es gibt keine „bösen“ Lebensmittel. Planen Sie sich Speisen wie Schokolade und Co. bewusst und gezielt ein. Vergessen Sie nicht, dass Essen trotz allem immer noch Freude bereiten sollte!

9 Das Gewicht auf der Waage widerspiegelt nicht Ihr Körperfett
Wird regelmässig Sport getrieben, werden Muskeln auf- und Fett abgebaut. Da Muskelmasse schwerer ist als Fettgewebe, kann es sein, dass das Gewicht kurzfristig sogar etwas ansteigt. Diese Gewichtszunahme ist jedoch absolut positiv, denn Muskeln verbrennen die zugeführte Energie. Zusätzlich formt Sport den Körper: Pölsterchen an Bauch und Po verschwinden, der Körper wird straffer und glatter.
Tipp: Verlassen Sie sich punkto Gewicht nicht 100%ig auf Ihre Waage, denn diese unterscheidet nicht zwischen Fett-und Muskelmasse.

10 Hormonelle Störung
Wenn die Fettpolster trotz intensiven Bemühens gar nicht schwinden wollen, könnte dies auch an einer Störung des Hormonhaushaltes liegen. Selten ist nämlich ein Mangel an Schilddrüsenhormonen die Ursache für Übergewicht. Auch andere Hormonstörungen können den Körper aus dem Gleichgewicht bringen.
Tipp: Lassen Sie sich von einem Arzt untersuchen, dieser wird Ihnen gegebenenfalls eine entsprechende Therapie verschreiben.

Lassen Sie also den Kopf nicht hängen, wenn‘s mit dem Abnehmen nicht auf Anhieb so klappt, wie Sie dies gerne hätten. Denn kleine Umwege auf dem Weg zum Erfolg gehen wir alle einmal. Geben Sie sich und Ihrem Körper beim Abnehmen Zeit. Realistisch ist eine Gewichtsreduktion von ein bis zwei Kilogramm pro Monat.

 

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